Buchtest: "Perl Best Practices"

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, und der Programmierer umso mehr. Und das ist an sich auch gut so, denn auf Bewährtes zurückzugreifen macht uns produktiv. Allerdings schleicht sich dabei auch immer die eine oder andere schlechte Angewohnheit ein. Vor allem das Lernen von anderen Entwicklern bringt das mit sich. Damian Conways Buch "Perl Best Practices" macht auf diese Schwächen aufmerksam und zeigt Alternativen für besseren Programmierstil auf.

Da mir die englischen Originale immer lieber sind, bezieht sich diese Rezension auf die gut verständliche englische Ausgabe des Buchs. Die deutsche Übersetzung ist aber sicher genauso empfehlenswert.

Conway gliedert das Buch in folgende Kapitel:

  1. Best Practices
  2. Code Layout
  3. Naming Conventions
  4. Values and Expressions
  5. Variables
  6. Control Structures
  7. Documentation
  8. Built-In Functions
  9. Subroutines
  10. I/O
  11. References
  12. Regular Expressions
  13. Error Handling
  14. Command-Line Processing
  15. Objects
  16. Class Hierarchies
  17. Modules
  18. Testing and Debugging
  19. Miscellanea

Es ist offensichtlich, dass damit alle wichtigen Aspekte der Perl-Programmierung abgedeckt sind. Und zu jedem einzelnen Gebiet präsentiert Conway Beispiele für schlechten Programmierstil, der den Code schwer verständlich und fehleranfällig macht.

Ich war verblüfft, wie viele solcher Marotten ich mir selbst angeeignet habe und bin dankbar für jeden Hinweis des Buchs, wie ich jeweils das gleiche Ziel sauberer und besser erreichen kann.

Natürlich kann man über manche Ansätze diskutieren; Stil ist manchmal eben auch Geschmackssache. Zwischen Spaghetticode und Purismus gibt es eine breite Grauzone.

Aber die meisten Hinweise des Buchs sind ohne Zweifel äußerst wertvoll.

Meines Erachtens sollte jeder Perl-Entwickler dieses Buch besitzen, um immer mal wieder nachschauen zu können, ob sein Stil verbesserungswürdig ist! Meinen Kursteilnehmern werde ich es auf jeden Fall ans Herz legen.

Und wer nicht ständig nachschlagen will, der nutzt einfach das Modul Perl::Critic, das ich in Folge 5 von Radio Perl vorstelle.

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