Buchtest: "Perls of Wisdom"
"Perls of Wisdom" stammt aus der Feder von Randall Schwartz, einem der bekanntesten Perl-Entwickler weltweit. Das bei Apress erschienene Buch stellt eine Sammlung von Magazin-Artikeln dar, die Schwartz im Laufe der Jahre veröffentlicht hat. Das ist gleichzeitig die Stärke und die Schwäche des Buchs.
Artikel, die nur wenige Seiten umfassen und sich auf ein bestimmtes Thema konzentrieren, sind für die Leserin eine gute Möglichkeit, effizient ihre Kenntnisse zu diesem Thema zu erweitern. Für das Lesen eines Artikels braucht man nicht lange und das Format ermöglicht es, das Buch etappenweise zu verarbeiten. Allerdings kann Themenspektrum durchaus auch Artikel umfassen, mit denen man -- zumindest momentan -- nichts anfangen kann.
Gegliedert ist das Buch in folgende Kapitel:
- Advanced Perl Tutorials
- Text Searching and Editing
- HTML and XML Processing
- CGI Programming
- The Webmaster's Toolkit
Es gibt also einen gewissen Fokus auf Kommunikation und Datenverarbeitung im Web.
Der größte Nachteil des Buchs ist meines Erachtens, dass viele Artikel einfach nicht mehr aktuell und damit nicht allzu hilfreich sind. In kurzen Vorworten gibt der Autor das auch mehrfach selbst zu:
- "This article was written before my own File::Finder module"
- "Please note that this article was written before the modern multi-arg pipe-open and thus omits an important member of the arsenal"
- "This article was written before the $coderef->(@args) syntax was available, which would have simplified the syntax in many places"
Natürlich sind nicht alle Artikel 8 Jahre alt, und mehr als einer hat mir wertvolle Hinweise gegeben. Die Art und Weise, wie Schwartz in die Objektorientierte Programmierung einführt, zum Beispiel gefällt mir so gut, dass ich sie für meine Schulungen adaptieren will.
Fazit: Für etwa 30 Euro erhält man mit "Perls of Wisdom" eine Sammlung von Artikeln zu verschiedenen Aspekten der Perl-Programmierung, wie sie in ähnlicher Form oft auch im Internet zu finden sind. Es bietet die Gelegenheit, von einem der prominentesten Perl-Entwickler zu lernen, ist aber weit weniger ein "Muss" wie zum Beispiel Damien Conways "Perl Best Practices".

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